„Durch die Konversion ist Brandenburg bunter und lebenswerter geworden. Unser Ziel war es, mit der Umwandlung alter Militärflächen für zivile Zwecke die Zukunftsfähigkeit von Städten und Regionen zu stärken. Das ist auf beeindruckende Art und Weise gelungen – erst recht, wenn man bedenkt, dass Brandenburg wie kaum eine andere Region Deutschlands vom Kalten Krieg und vom Wettrüsten gezeichnet war.“ Das erklärte Wirtschaftsstaatssekretär Hendrik Fischer beim Abschluss des Konversionssommers 2017 am 12.10. im Wittstocker Ortsteil Alt Daber.

Brandenburg hat 1994 vom Bund rund 100.000 Hektar ehemals militärisch genutzter Flächen übernommen. Auf diesen Flächen sind unter anderem Wohngebiete und Gewerbeflächen, neue Schulzentren und Kulturstätten, Räume für Natur und Erholung sowie Wind- und Solarparks entstanden. Alt Daber stehe beispielhaft für den Erfolg der Konversion, hob Fischer hervor: „Denn der hiesige Solarpark mit seinem angeschlossenen Stromspeicher leistet einen wichtigen Beitrag zum Gelingen der Energiewende in Deutschland.“ Mittlerweile werden mehr als 5.000 Hektar märkischer Konversionsfläche für den Ausbau der erneuerbaren Energien genutzt – mit steigender Tendenz.

Nur noch wenige Militärflächen sind ungenutzt. Diese verbliebenen Areale stellen die Konversionsakteure jedoch vor anspruchsvolle Aufgaben. Sei es, weil es sich um Truppenübungsplätze handelt, die mit Munition und sonstigen Altlasten kontaminiert sind. Sei es, weil es bedeutsame Gebäude- und Flächenensembles sind, die unter Denkmalschutz stehen. „Für die letzten 7.000 Hektar Altflächen Lösungen zum Erhalt und zur Nachnutzung zu finden, erfordert Kreativität, Ausdauer und Beharrlichkeit“, sagte Staatssekretär Fischer.

Der Konversionssommer fand zum 20. Mal statt und stand diesmal unter dem Motto „FOKUS – 20 Jahre Netzwerk für Konversion in Brandenburg“. Die Veranstaltungsreihe wurde 1997 vom Wirtschaftsministerium initiiert und von FOKUS, dem „Forum für Konversion und Stadtentwicklung“, fortgesetzt. Das Wirtschaftsministerium hat den Konversionssommer 2017 mit 48.000 Euro unterstützt.

Ein Überblick

Im Jahr 1997 konstituierte sich das Forum für Konversion und Stadtentwicklung in Brandenburg (FOKUS), insbesondere als kommunales Netzwerk für kleinere Städte und Gemeinden. Heute blickt FOKUS mit Stolz auf sein zwanzigjähriges Bestehen zurück. Einen Überblick finden Sie in der PDF.

von Markus Hennen

Im Zuge der Wiederaufrüstung im NS-Regime wurde die erste Schule für die Ausbildung der neuen Waffengattung der Fallschirmjäger der Wehrmacht in Stendal eingerichtet. Der ehemalige Flugplatz in Alt Daber entstand zwischen 1937 und 1940, andere Quellen geben 1938-39 an, auf einem Standort, der ab 1934 als Segelflugplatz genutzt wurde.

Konversionssommer 2016, Wünsdorf

Die Eröffnungsveranstaltung des Konversionssommer 2016 fand in Waldstadt-Wünsdorf statt. Eine Exkursion führte über das Gelände der ehemaligen Offiziersschule.

2016 fand der Konversionssommer zum 19. Mal statt und stand unter dem Motto „Konversion hilft weiter“. Am 3. November 2016 fand die Abschlussveranstaltung "Konversion hilft weiter" im Eberswalder Bürgerbildungszentrum Amadeu Antonio statt.

Stiftung bietet Freiwilligendienst im Raum Jüterbog an
Pflege von Wanderwegen

Die Freiwilligen helfen z.B. bei der Pflege von Wanderwegen auf den Stiftungsflächen. Foto: Stiftung Naturlandschaften Brandenburg.

Natur erleben, Berufserfahrung sammeln und mit eigenen Händen Gutes tun - ein Freiwilligendienst bei der Stiftung Naturlandschaften Brandenburg bietet vielseitige Möglichkeiten. Das Stiftungsbüro in Jüterbog sucht wieder Bewerber für den Einsatz im Wildnisgebiet. Wer ab dem 1. September 2016 in das Freiwillige Ökologische Jahr (FÖJ) oder den Bundesfreiwilligendienst (BuFDi) starten will, sollte sich jetzt bewerben.

Jahresprogramme 2016 jetzt kostenfrei bestellen
Winterwanderung

Winterwanderung auf den Stiftungsflächen, Foto: Stiftung Naturlandschaften Brandenburg.

Vielfältige Naturerlebnisangebote laden im Jahr 2016 zum Entdecken der Stiftungsflächen Jüterbog und Lieberose ein. Die Jahresprogramme mit interessanten Wanderungen, Radtouren und Informationsveranstaltungen sind jetzt unter www.stiftung-nlb.de veröffentlicht und können kostenfrei bestellt werden. Für die Mitwirkung an den Veranstaltungen dankt die Stiftung vielen regionalen Partnern und Ehrenamtlichen.

Stiftung rettet wertvolle Moorlebensräume bei Lieberose
Rundblättriger Sonnentau

Die sieben im Rahmen einer Machbarkeitsstudie geplanten Moorschutzprojekte auf den Stiftungsflächen bei Lieberose sind erfolgreich realisiert. Die beiden jüngsten Vorhaben am Großen Luch und an der Großen Zehme konnten jetzt mit Erfolg abgeschlossen werden. Durch die Maßnahmen werden die Moore vor dem Austrocknen bewahrt und wertvolle Lebensräume für Tiere und Pflanzen dauerhaft erhalten. Auch die wertvollen Eigenschaften der Moore als Wasser-und CO₂-Speicher werden wiederhergestellt.
 

Waldbrandschutzkonzept für die Stiftungsflächen Jüterbog von der Feuerwehr getestet
Brandschutzübung

Eine groß angelegte Waldbrandschutzübung führte die Feuerwehr am Samstag auf den Flächen der Stiftung Naturlandschaften Brandenburg auf dem ehemaligen Truppenübungsplatz Jüterbog durch. Damit wurde die Wirksamkeit des im letzten Jahr dort fertiggestellten Waldbrandschutzstreifensystems getestet.

Der Konversionssommer hat sich in diesem Jahr wiederholt als hervorragende Plattform erwiesen, um die dringliche Notwendigkeit und den hohen Stellenwert der Konversion hervorzuheben.

Die Nachfrage an den Veranstaltungen war in diesem Jahr sehr gut. Besonders hervorzuheben ist das Medieninteresse, die über die Herausforderungen der Konversion im Land Brandenburg, auch mit Blick auf das 20. Jubiläum des Abzug der Westgruppe der sowjetischen Truppen (WGT).

Gemeinschaftsaktion zeigt Erfolg
 illegale Befahrung

Im Naturschutzgebiet auf der Stiftungsfläche bei Jüterbog fand am Wochenende wieder ein Einsatz gegen illegale Befahrung statt. Bei der gemeinsamen Aktion von Stiftung Naturlandschaften Brandenburg, Polizei, Oberförsterei Jüterbog und Naturwacht konnten vier Personen gefasst werden. Illegale Befahrung in dem Gebiet kann mit Bußgeldern von bis zu 20.000 € belegt werden.
 

Abschlussveranstaltung des Konversionssommers 2014 in Niedergörsdorf
Konversionssommer 2014

Konversionsommer 2014 - Herold Quick, Bürgermeister der Stadt Falkenberg/Elster und FOKUS-Sprecher, Ralf Christoffers, Minister für Wirtschaft und Europaangelegenheiten, Stephan Regeler, Bundesanstalt für Immobilienaufgaben, Daniela Trochowski, Staatssekretärin im Ministerium der Finanzen, Andrea Magdeburg, Brandenburgische Boden GmbH (v.l.)

Wirtschafts- und Europaminister Ralf Christoffers hat anlässlich der Abschlussveranstaltung des Konversionssommers 2014 darauf verwiesen, dass bei der Überführung ehemaliger militärischer Liegenschaften in eine zivile Nutzung in den vergangenen 20 Jahren viel erreicht worden sei. Er betonte aber auch, dass die Konversion weiterhin eine anspruchsvolle Aufgabe bleibe.

Stiftung dankt den Teilnehmern des Fotoworkshops "Wildnis im Fokus"
Fotografen des Workshop

Acht engagierte Naturfotografen aus ganz Deutschland waren vom 9.-12. Oktober 2014 auf den Flächen der Stiftung Naturlandschaften Brandenburg zu Gast. Unter der Leitung der renommierten Naturfotografin Sandra Bartocha unternahmen sie Fotoexkursionen in die Wildnisgebiete der Stiftung bei Jüterbog und Lieberose. Die Stiftung hatte die aus 130 Bewerbungen ausgewählten Fotografen zur Workshopteilnahme eingeladen.

Illegales Motocross fahren ist Gefahr für Mensch und Natur
Motocross

Sie sind schnell, laut und rücksichtslos – manch Wanderer kann von unangenehmen Begegnungen mit Motocrossfahrern auf den Stiftungsflächen bei Luckenwalde und Jüterbog berichten. Auf dem ehemaligen Truppenübungsplatz, der 1999 als Naturschutzgebiet Forst Zinna-Jüterbog-Keilberg ausgewiesenen wurde, ist Motocross fahren aus Naturschutzgründen nicht erlaubt. Darüber hinaus ist das Areal nach wie vor kampfmittelbelastet, von Munition und einsturzgefährdeten Anlagen geht ein hohes Unfallrisiko aus. Dies schreckt viele Motocrosser nicht ab.

Stiftung hat Waldbrandschutzstreifen bei Tangersdorf fertiggestellt
Waldbrandschutzstreifen

Die Stiftung Naturlandschaften Brandenburg hat einen Waldbrandschutzstreifen auf ihren Flächen bei Tangersdorf fertiggestellt. Vertreter des Landkreises Uckermark, des Naturparks Uckermärkische Seen, der Städte Templin und Lychen sowie der Oberförsterei Boitzenburg besichtigten heute den 50 m breiten Streifen. Er schützt das Naturschutzgebiet vor weiteren Eingriffen und hilft, ein Übergreifen von Bränden zu verhindern.

Schutzmaßnahmen bereits an zwei Standorten umgesetzt, weitere sollen folgen
moorlandschaft

Die sensiblen Moorstandorte auf den Flächen der Stiftung Naturlandschaften Brandenburg und weiterer Eigentümer sind wertvolle Lebensräume für Tiere und Pflanzen und üben mit ihrer Eigenschaft als Wasserspeicher und CO₂-Senken eine wichtige Funktion für das Klima aus. Da immer mehr Wasser durch alte Meliorationsgräben abfloss, drohten einige der sensiblen Moore bei Lieberose auszutrocknen und zu erlanden.

Neues Faltblatt mit Überblick der Wanderwege auf den Stiftungsflächen Jüterbog kann jetzt bestellt werden
Ausblick vom Wanderweg Wurzelberg

Ein rund 30 km langes Netz von Verbindungs- und Rundwanderwegen lädt dazu ein, die Flächen der Stiftung Naturlandschaften Brandenburg im Süden des Naturparks Nuthe-Nieplitz zu erkunden. Jetzt hat die Stiftung ein
neues Faltblatt herausgegeben, das alle Wege im Überblick darstellt. Es kann kostenlos bei der Stiftung bestellt oder unter www.stiftung-nlb.de im Internet abgerufen werden.