Über FOKUS

FOKUS - Wer ist das?

Zu FOKUS gehören 19 brandenburgische Gemeinden sowie das Leibniz-Institut für Regionalentwicklung und Strukturplanung (IRS) in Erkner, welches die Arbeit von FOKUS wissenschaftlich und fachlich begleitet. Im Sommer 2012 ist die Stiftung Naturlandschaften hinzugekommen und die Gemeinde Am Mellensee hat ihre Bereitschaft zur Mitgliedschaft kundgetan.

Sprecher von FOKUS ist Herold Quick, Bürgermeister der Stadt Falkenberg/Elster, sein Stellvertreter ist Wilfried Rauhut, Bürgermeister der Gemeinde Niedergörsdorf.

Warum gibt es FOKUS ?

In fast allen mitwirkenden Gemeinden gab es nach dem Abzug der Westgruppe der GUS-Truppen (WGT) große brachliegende Militärflächen, von denen das Land Brandenburg 1994 insgesamt rund 100.000 Hektar übernommen hatte. Mehr als 90 Prozent dieser sogenannten WGT-Flächen können nach erfolgreicher Konversion heute zivil genutzt werden. Aber fast 10.000 ha liegen noch immer brach und sind durch die Brandenburgische Bodengesellschaft (BBG) zu verwerten. Hinzu kamen bzw. kommen in diesen Jahren mehrere 1000 ha Konversionsflächen durch Übernahme der WGT-Liegenschaft Sperenberg in das Vermögen des Landes und durch den Freizug von Bundeswehrliegenschaften.

Dieses Flächenangebot für zivile Nutzungen zu entwickeln, bietet große Chancen, bereitet aber auch große Probleme. Die FOKUS-Gemeinden haben erkannt, dass die Bewältigung der "Jahrhundertaufgabe Konversion" nur gelingen kann, wenn die brandenburgischen Kommunen ihre Erfahrungen austauschen, ihre Ziele und Forderungen gemeinsam verfolgen bzw. gemeinsam vertreten. Deshalb haben sie das Netzwerk FOKUS gegründet.

Wie arbeitet FOKUS ?

Die Vertreter der FOKUS-Kommunen und -Institutionen treffen sich regelmäßig zum Erfahrungsaustausch und zur Formulierung gemeinsamer Positionen. In den Erfahrungsaustausch einbezogen werden u.a. Vertreter der brandenburgischen Ministerien, der BBG, des Kompetenz-Zentrums für Konversion und Kampfmittelräumung e.V. (KOMZET) und der Bundesanstalt für Immobilienaufgaben.

Ein FOKUS-Arbeitsschwerpunkt mit großer Bedeutung für den Erfahrungsaustausch und die Öffentlichkeitsbeteiligung ist die 1998 gestartete Veranstaltungsreihe "Konversionssommer", die vom Ministerium für Wirtschaft und Energie des Landes Brandenburg gefördert sowie von der BBG, KOMZET und der Bundesanstalt für Immobilienaufgaben unterstützt wird. Schirmherr des Konversionssommers ist der Minister für Wirtschaft und Energie des Landes Brandenburg, Herr Albrecht Gerber.

Welche Ziele verfolgt FOKUS ?

Die FOKUS-Gemeinden wollen die großen Chancen der Konversion nutzen und bei der Bewältigung der großen Probleme unterstützt werden, konzeptionell und finanziell. Deshalb sucht FOKUS das Gespräch mit Regierenden und Abgeordneten von EU, Bund und Land. Zugleich wird die Öffentlichkeit über Presse, Funk und Fernsehen informiert – und natürlich über das Internet.