Logo Konversionssommer 2021

Wenn auch in schwierigen Zeiten an Bewährtem festgehalten wird, ist dies ein gutes Zeichen. Ein solch gutes Zeichen ist die Fortsetzung des „Konversionssommers“. Die seit 1998 jährlich von FOKUS, dem Forum für Konversion und Stadtentwicklung, organisierte Veranstaltungsreihe wird es auch im Sommer 2021 geben.

Damit hat FOKUS in diesem, noch immer von der Corona-Pandemie geprägten Jahr genau die Grundtugenden unter Beweis gestellt, die auch für die Konversion notwendig sind: Hartnäckigkeit, Ausdauer, Ideenreichtum und Zuversicht. Dafür gebührt den FOKUS-Mitgliedern mein herzlicher Dank. Gerne habe ich wieder die Schirmherrschaft übernommen.

Die Umwandlung ehemaliger Militärflächen in zivil genutzte Areale hat Brandenburg bestens gemeistert. Mit der Konversion wurde ein wichtiger Beitrag zur Entwicklung des Landes geleistet. Das war nur möglich mit erheblicher Unterstützung des Bundes und der Europäischen Union – und nicht zu vergessen: dank des enormen Engagements der beteiligten Kommunen.

Noch immer ist der Konversionsprozess nicht vollständig abgeschlossen. Doch gibt es auch immer wieder neue Erfolge zu vermelden. In Beelitz-Heilstätten zum Beispiel entstehen Wohnungen und damit neues Leben im historischen Ambiente. Und in Rangsdorf wird das Gelände der ehemaligen Bücker-Werke revitalisiert und zu einem integrativen Wohnquartier entwickelt. Beide Projekte wurden beim Konversionssommer 2020 vorgestellt. Auch bei der diesjährigen Veranstaltungsreihe wird der Blick auf vielversprechende Projekte gelenkt: In Potsdam-Krampnitz entwickelt sich das ehemalige Kasernenareal zu einer „grünen Stadt der kurzen Wege“. In Wünsdorf-Waldstadt wandelt sich das Gelände der ehemaligen Infanterieschule zu einem attraktiven Wohngebiet.

Für das Gelingen der Konversion bleibt auch in den nächsten Jahren die Zusammenarbeit aller Beteiligten unverzichtbar. Der jährliche Konversionssommer bietet eine ideale Plattform für den Informations- und Gedankenaustausch zwischen den Akteuren. Das diesjährige Motto „FOKUS – Konversion mit Rat und Tat“ beschreibt dies sehr treffend.

Ich wünsche dem Konversionssommer 2021 viel Aufmerksamkeit und den Organisatoren gutes Gelingen.

Ihr Jörg Steinbach
Minister für Wirtschaft, Arbeit und Energie des Landes Brandenburg

„FOKUS – Konversion mit Rat und Tat“
Katrin Lange, Ministerin der Finanzen und für Europa

Katrin Lange, Ministerin der Finanzen und für Europa

Gerne nehme ich die Gelegenheit wahr, ein Grußwort an die diesjährige Veranstaltungsreihe des Konversionssommers zu richten, die in diesem Jahr unter dem Motto „FOKUS - Konversion mit Rat und Tat“ steht. Mein besonderer Dank gilt dem Forum für Konversion und Stadtentwicklung (FOKUS) , das diese Veranstaltungsreihe seit mehr als 20 Jahren organsiert.

Virtuelle Eröffnung des Konversionssommers 2021 vor der Werfthalle in Falkenberg-Lönnewitz (Videobotschaft)
Freitag, 18. Juni 2021 - 0:00

Zur Eröffnung des Konversionssommer senden Herold Quick, Sprecher des Forums für Konversion und Stadtentwicklung, Helmut Hoffmann, Geschäftsführer der uesa GmbH und Markus Hennen, ARGE KONVER per Video einen Gruß in das Land Brandenburg.

Freitag, 18. Juni 2021 - 14:00

Der Einladung zum Rundgang mit Erläuterungen waren 20 Teilnehmerinnen und Teilnehmer gefolgt. In ihren Grußworten betonte Bürgermeisterin Doreen Boßdorf die Bedeutung der denkmalgeschützten Anlage mitten in Altes Lager.

Ein virtueller Rundgang mit Christian Watermann, Liegenschaftsbeauftragter, Stiftung Naturlandschaften Brandenburg mit Einblicken in die Geschichte und das Engagement der Stiftung Naturlandschaften Brandenburg
Montag, 21. Juni 2021 - 0:00

Christian Watermann gestaltete den Rundgang über den ehemaligen Übungsplatz für Markus Hennen von der ARGE KONVER.  Dabei gab er ausführliche Einblicke in die Geschichte und das Engagement der Stiftung Naturlandschaften Brandenburg und ging auch ausführlich auf Fragen ein.

Foto: Dr. Tilo Geisel

Donnerstag, 24. Juni 2021 - 0:00

Eine private Stiftung in Brandenburg startete vor 20 Jahren ein außergewöhnliches Experiment. Auf vier ehemaligen Truppenübungsplätzen überließ sie nach und nach der Natur die Regie. Wo einst Panzer den Boden verwundeten, offene Sandwüsten und Steppe zurückließen, entsteht ein Mosaik aus neu aufwachsenden Pionierwäldern, den Wegbereitern der Urwälder von morgen. Hier findet  eine natürliche Sukzession statt, die sich mit viel Zeit und Raum an Bodenverhältnisse und sich ändernde klimatische Bedingungen anpasst – und von der wir einiges für den Wald der Zukunft lernen können.

Samstag, 14. August 2021 - 10:00 bis 13:00

10.00 bis 13.00 Uhr Tag der offenen Tür - Besichtigung und Informationen

Teilnahme in vier zeitlich gestaffelten Gruppen mit je maximal 20 Personen

Anmeldung bis 6. August 2021 bei Bruckbauer & Hennen GmbH, Tel. (03372) 433 244

Sonntag, 29. August 2021 - 10:00

10.00 Uhr Führungen durch Kaserne und Raketenlager mit Mario Hoffmann

Treff am Burgwaller Weg 1 A, 16792 Zehdenick (max. 20 Personen)

Anmeldung bis 18. August 2021 bei Bruckbauer & Hennen GmbH, Tel. (03372) 433 244

Donnerstag, 2. September 2021 - 10:00 bis 12:00

10.00 bis 12.00 Uhr geführter Rundgang durch die frühere Kaserne mit David Oberthür, Projektkoordinator, Entwicklungsträger Potsdam

Informationen zur Anfahrt werden vor dem Termin bekanntgegeben.

Anmeldung (max. 20 Personen) bis 26. August bei Bruckbauer & Hennen GmbH, Tel. (03372) 433 244

Samstag, 4. September 2021 - 10:00 bis Sonntag, 5. September 2021 - 16:00

Rundflüge über die Konversionsfläche Flugplatz (EDUF) Falkenberg-Lönnewitz,

04895 Falkenberg/Elster, Fliegerclub Falkenberg e.V. „Die Falken“, Rainer Jäntsch, Tel. (0174) 1954054

Sonntag, 12. September 2021 - 11:00

11.00 bis 16.00 Uhr Führungen und Erläuterungen zur Geschichte, zum Denkmalwert und zum aktuellen Planungsstand von BUC-36 mit Eduard Bunescu-Fay, Projektleiter der terraplan GmbH

Treffpunkt am Eingang zum Werksgelände, Walther-Rathenau-Straße, 15834 Rangsdorf

Mittwoch, 15. September 2021 - 10:00

10.00 Uhr Fachtagung von FOKUS zum Konversionssommer 2021
12.30 Uhr Fachveranstaltung Brandenburgische Boden

Anmeldung bis 31. August 2021 bei Bruckbauer & Hennen GmbH oder Stefanie Pudras, Brandenburgische Boden GmbH, Tel. (033702) 222-210,

Mittwoch, 27. Oktober 2021 - 10:00

10.00 bis 14.30 Uhr Vorträge und Rundgang

Anmeldungen bis 12. Oktober 2021 bei Bruckbauer & Hennen GmbH, Tel. (03372) 433 244

Ein Weihnachtsgeschenk für Konversionsbegeisterte und historisch Interessierte...

Fast ein halbes Jahrhundert waren sowjetische Militärangehörige in Deutschland stationiert. Die Aufgaben der Gruppe der sowjetischen Truppen in Deutschland (GSTD) wandelten sich im Verlaufe der Zeit. Ursprünglich diente sie der Aufrechterhaltung der Besatzungsmacht in der sowjetischen Zone. Durch die globale Konfrontation mit den USA und den NATO-Staaten in der Zeit des Kalten Krieges wurde die Besatzungsarmee zur strategischen Vorhut der sowjetischen Militärmacht in Europa.

1,6 Milliarden Euro sind in die Umwandlung ehemaliger Militärflächen geflossen

Während der Eröffnung der Wanderausstellung von FOKUS „25 Jahre Truppenabzug“ in Fürstenberg/Havel am 6. August 2020

„Brandenburg hat die Umwandlung ehemaliger Militärflächen in zivil genutzte Areale bestens gemeistert. Die Konversion hat einen wichtigen Beitrag zur Entwicklung des Landes geleistet. Das war nur dank der erheblichen Unterstützung des Bundes und der Europäischen Union – und nicht zu vergessen: dank des enormen Engagements der beteiligten Kommunen – möglich.“ Das erklärte Wirtschaftsminister Jörg Steinbach anlässlich des heute zu Ende gehenden 23. Konversionssommers.

Der Flugplatz „Alt Lönnewitz“, Deckname in Militärkreisen „Aasgeier“, wurde im Dezember 1936 eingeweiht. Der Fliegerhorst entwickelte sich zu einem der größten Arbeitgeber der Region, da auch eine große Anzahl von Zivilbeschäftigten benötigt wurden. Bis 1945 wurden hier neben Schulungs- und Einweisungsflügen auch Flugzeuge montiert. Von 1945 -1993 nutzte die sowjetische Armee den Flugplatz und baute das Gelände aus.  Nach deren Abzug verzichtete die Bundeswehr auf eine militärische Weiternutzung.

Beitrag von Lutz Birkholz
Bahnhof Schönefeld

Bahnhof Schönefeld

Die Anforderungen der immer größeren Armeen machten schon seit der Mitte des 19ten Jahrhunderts eine bessere Transport- und Nachschubversorgung für das Militär notwendig. Der Amerikanischen Bürgerkrieg 1861 bis 1865 und der Preußisch-Österreichische Krieg 1866 zeigten deutlich das moderne „Industriekriege“ nur mit dem Einsatz der Eisenbahn geführt werden konnten. Die Industrialisierung der Kriege begann. Vor allem die Artillerie benötigte immer gewaltigere Transportkapazitäten um die immer gigantischeren Geschütze an die Einsatzorte zu befördern.

Grußwort der Ministerin der Finanzen und für Europa zum Konversionssommer 2020

Katrin Lange, Ministerin der Finanzen und für Europa

Mittlerweile ist es 26 Jahre her, dass die Streitkräfte der früheren Sowjetunion Brandenburg verlassen haben. Im Jahr 1994 hat das Land Brandenburg vom Bund rund 100.000 Hektar ehemals durch die sogenannte Westgruppe der sowjetischen Truppen militärisch genutzter Liegenschaften übernommen. Dabei handelte es sich insbesondere um Truppenübungsplätze, Flugplätze, Kasernen und Wohngebäude. Zwei Jahre später regte das damalige Ministerium für Wirtschaft des Landes Brandenburg den Zusammenschluss der betroffenen Kommunen zu einem Netzwerk an.

Ausgangslage, Rechtsrahmen, Herangehensweisen, aktueller Stand und Ausblick im Vergleich
Mitglieder des Kooperationsprojektes

Gruppenfoto zur Tagung/Exkursion der Mitglieder des Kooperationsprojektes vor dem Eingang der Stadtverwaltung Strausberg im Sommer 2019, Foto: Bundesanstalt für Immobilienaufgaben

Die Fachtagung kann durch die geltenden Rahmenbedingungen leider nicht stattfinden!

Durch die Corona bedingten Restriktionen sind die Forschungsaktivitäten in Okinawa stark eingeschränkt. Da nur 10% der üblichen Flugverbindungen zwischen Japan und Deutschland angeboten werden und außerdem kaum kalkulierbare Risiken durch sehr strenge Ein- und Ausreiserestriktionen zwischen Japan und Deutschland bestehen, müssen die japanischen Kooperationsmitglieder die Fachtagung in diesem Jahr leider absagen.

Kesselhaus

Die Lungenheilstätten und Sanatorien Beelitz-Heilstätten liegen südlich von Potsdam inmitten des Beelitzer Stadtwaldes. Die Lage in einem ausgedehnten Waldgebiet bot die notwendigen klimatischen Voraussetzungen für die Versorgung von Patienten, ruhig und windgeschützt in einer rauch- und staubfreien Umgebung, entfernt der Großstadt Berlin.

Die Landesversicherungsanstalt LVA Berlin konnte nach der Rückübertragung in den 1990er Jahren das Gesamtensemble nicht erhalten bzw. sanieren. Daraufhin wurde das Gelände verkauft und erlebt seitdem eine behutsame Revitalisierung.

Fotoausstellung mit Fotos von Markus Hennen
Donnerstag, 11. Juni 2020 - 14:00 bis Sonntag, 13. September 2020 - 16:00

Jüterbog entwickelte sich nach dem Wiener Kongress 1815 zu einer der größten deutschen Garnisonsstädte. Der Flächenbedarf des Militärs war enorm. Bis zur politischen Wende 1989 beanspruchte zuletzt die sowjetische Garnison fast zwei Drittel der gesamten administrativen Fläche der Stadt Jüterbog.

Seit dem Abzug der Soldaten und der Übergabe der Militärliegenschaften an die deutschen Behörden steht der Begriff Konversion (lat. Conversio für Umkehrung, Umwandlung) in diesem Zusammenhang für die zivile Nachnutzung dieser Flächen und Gebäude.

Wanderausstellung „25 Jahre Truppenabzug“ in Potsdam eröffnet
Ausstellungseröffnung
Freitag, 9. August 2019 - 6:00 bis Mittwoch, 28. August 2019 - 22:00

In diesem Sommer jährt sich der Abzug der sowjetischen Truppen aus Deutschland zum 25. Mal. Aus diesem Anlass hat das „Forum für Konversion und Stadtentwicklung“ (FOKUS) die Wanderausstellung „25 Jahre Truppenabzug – Konversion in den FOKUS-Gemeinden im Land Brandenburg“ zusammengestellt. Wirtschaftsminister Jörg Steinbach und FOKUS-Sprecher Herold Quick (Bürgermeister der Stadt Falkenberg/Elster) haben die vom brandenburgischen Wirtschaftsministerium geförderte Ausstellung heute im Foyer der Staatskanzlei eröffnet.

Übergabe der Informationstafel zur Geschichte der Garnison Vogelsang
Infotafel

Beschädigte Informationstafel zur Garnision Vogelsang

Der Termin am 30. August zur Übergabe der Informationstafel in Zehdenick, OT Vogelsang kann durch mutwillige Beschädigung nicht stattinden. Bereits eine Woche nach Aufstellung war die Tafel durch ein verklebtes und verschraubtes Verbotsschild beschädigt. Es erfolgt eine Anzeige wegen Sachbeschädigung gegen Unbekannt.  Über einen neuen Termin zur Übergabe informieren wir frühestmöglich.

Rolang Vogt

Roland Vogt 1941 - 2018
während der Bundesdelegiertenkonferenz der Grünen 2008 in Erfurt
(Quelle: Wikimedia, Josef Rosner. This file is licensed under the Creative Commons Attribution-Share Alike 3.0 Germany license.)

FOKUS, das FORUM für Konversion und Stadtentwicklung im Land Brandenburg trauert um Roland Vogt.

Roland Vogt, ein maßgeblicher Wegbereiter von FOKUS, ist verstorben. Laut Angaben seiner Familie schlief er im Alter von 77 Jahren in der Nacht zu Pfingstsonntag in seiner Heimatstadt Bad Dürkheim für immer ein.

Ein Überblick

Im Jahr 1997 konstituierte sich das Forum für Konversion und Stadtentwicklung in Brandenburg (FOKUS), insbesondere als kommunales Netzwerk für kleinere Städte und Gemeinden. Heute blickt FOKUS mit Stolz auf sein zwanzigjähriges Bestehen zurück. Einen Überblick finden Sie in der PDF.

von Markus Hennen

Im Zuge der Wiederaufrüstung im NS-Regime wurde die erste Schule für die Ausbildung der neuen Waffengattung der Fallschirmjäger der Wehrmacht in Stendal eingerichtet. Der ehemalige Flugplatz in Alt Daber entstand zwischen 1937 und 1940, andere Quellen geben 1938-39 an, auf einem Standort, der ab 1934 als Segelflugplatz genutzt wurde.